Reisebericht meiner Iran-Reise im Frühjahr 2014 „Die Höhepunkte des alten Persiens“

Sascha Güldenmeister
1AVista-Team Einkauf
Qualitätskontrolle im Iran

Unser Flug ist mit Turkisch Airlines von Frankfurt über Istanbul gebucht. Am Flughafen der türkischen Metropole bleibt uns 90 Minuten Zeit zum Umsteigen in unseren Flieger nach Shiraz. Dort treffen wir auch die anderen Teilnehmer der Gruppe, die mit direkten Flügen aus München, Frankfurt, Berlin und Hamburg gekommen sind. Der Service bei TK ist sehr gut. Es gibt in der Touristenklasse sogar 3 warme Menus zur Auswahl, die von einem leibhaftigen Koch empfohlen werden. Allerdings werden wir schon ab Istanbul auf den Iran eingestimmt. Es werden keine alkoholischen Getränke serviert, dafür jedoch alkoholfreies Bier und Wein. Die Landung in Shiraz ist in der Nacht. Die Damen unserer Gruppe legen ihr mitgebrachtes Kopftuch an. Die Pass und Visakontrolle nimmt einige Zeit in Anspruch. Nach der Zollkontrolle werden wir von dem sehr gut deutsch sprechenden Reiseleiter empfangen. Die Fahrt ins Hotel geht schnell, es bleibt uns etwas Zeit zum Schlafen, bevor die Besichtigungen los gehen.

Auf unserer Persienreise besichtigen wir zunächst die Stadt der Dichter und der Rosen Shiraz, eine grüne Oase mitten auf der wüstenähnlichen persischen Hochebene. Hier war der weltberühmte Dichter Hafiz zuhause. Er beschreibt in seinen Gedichten die Liebe, die Rosen und die Nachtigallen dieser wunderbaren Stadt. Wir besuchen einen der Paradiesgärten, den Eram-Garten, voller Zypressen, Granatäpfeln, Palmen und Rosen…. Wunderschöne Rosen mit betörendem Duft, so schön wie ich sie in unseren Breiten noch nicht gefunden habe. Auch das Hafiz-Mausoleum liegt in einem bezaubernden Garten, von denen die Stadt viele hat. Auf einem Tagesausflug erleben wir einen großartigen Höhepunkt unserer Reise: Die antike Repräsentationshauptstadt Persepolis, mit den Palastruinen der vorchristlichen Perserkönige Kyrus, Xerxes und Darius. Wir sehen die wundervollen gut erhaltenen Reliefs, den 100-Säulen-Saal, das Schatzhaus und das Tor aller Länder. In der Nähe befinden sich die Königsgräber in den Fels gehauen. Dieser Ausflug ist für mich ein ganz besonders beeindruckendes Erlebnis. Übrigens die Damen unserer Gruppe haben sich schicke, bunte Seidentücher geholt und diese nur locker über das hintere Drittels ihres Hauptes gelegt, das haben sie wohl den vielen einheimischen Damen abgeschaut, die diese Vorschrift locker handhaben.

Weiter reisen wir mit einem äußerst zuvorkommenden Busfahrer und unserem Reiseleiter, der sehr vieles ausführlich erklärt zur Wüstenstadt Yazd. Unser erster Stopp ist in Pasargadae, Überreste einer antiken Residenzstadt. Wir besuchen das Grab des Königs Kyrus. Weiter erreichen wir die Stadt Yazd, eine der ältesten Städte Persiens am Rande der Wüste gelegen. Wir übernachten in einem Hotel, welches im Mittelalter eine Karawanserei war. Die komplette Altstadt von Yazd ist als Weltkulturerbe geschützt. Wir sehen die alten Windtürme und zahlreichen Kuppeln, besuchen die Freitags-Moschee sowie den Feuertempel und die Türme des Schweigens. Letztere sind Relikte des geheimnisvollen Zarathustra-Kultes, der hier seine Wurzel hat.

Unsere nächste Station ist die wohl schönste Stadt des Iran, Isfahan, Stadt der Liebe und der türkisfarbenen Kuppelmoscheen. Diese stammen aus der Zeit Marco Polos, denn Isfahan war Knotenpunkt der alten Seidenstraße und damals Hauptstadt des ersten islamischen Reiches. Den enormen Reichtum aus dieser Zeit spiegeln die reichgeschmückten Paläste, die filigran verzierten Kuppelmoscheen und der beeindruckende Bazar wieder, der heute noch zu den schönsten und größten der islamischen Welt zählt. Wir sehen den atemberaubenden Imamplatz, heute Weltkulturerbe, den ehemaligen Königspalast, Moscheen und den beeindruckenden Kunsthandwerkbazar. Weiter besuchen wir die mittelalterlichen Brücken und das armenische Viertel mit seinen Kirchen. Weiter sehen wir den Garten der acht Paradiese mit seinem Palast. Diese Stadt hat es mir angetan. Ich werde wieder kommen und zwar mindesten eine Woche in dieser herrlichen Stadt mit ihren besonders liebenswürdigen und gastfreundlichen Bewohnern bleiben. Nicht unerwähnt darf das außergewöhnlich gute Essen bleiben. Die feine persische Küche ist etwas ganz besonderes.

Letzter Aufenthalt unserer Reise ist die moderne Hauptstadt Teheran am Fuße des etwa 5000 m Elbruz-Gebirges gelegen. Eine riesige Metropole mit zahlreichen Wohnblocks und heftigem Verkehr. Wir besuchen das Museum und die schön gelegene Sommerresidenz des letzten Schahs. Dann ist diese sehr beeindruckende Reise schon zu Ende und wir fliegen zurück in die „kalte“ Heimat.

 

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