Reisebericht einer Donau-Flusskreuzfahrt von Passau bis zum Schwarzen Meer

Donau total – 15 Tage
Ehepaar K. aus Olsberg

 

Wir haben die lange Donau-Flussfahrt gebucht und reisen in 2 Wochen durch 10 Länder von Passau bis zum Schwarzen Meer und zurück, Haustürabholung inklusive.

Frühmorgens pünktlich wie angekündigt um 05.30 Uhr werden wir von unserem Haus in Olsberg im Sauerland von einem Großraumtaxi abgeholt. Ein Ehepaar ist bereits an Bord, wir holen noch 2 Personen aus einer Nachbarstadt ab. In der Nähe von Kassel steigen wir dann – an einer Autobahnraststätte – in einen bequemen Reisebus um und reisen Richtung Süddeutschland. Nach einer Mittagspause erreichen wir unser Schiff in Passau gegen 16 Uhr.

Zur Einschiffung werden wir herzlich von der Schiffscrew und der Reiseleitung begrüßt und in unsere gebuchte Außenkabine geführt. Wir sind überrascht über den hohen Komfort, der mit einem 4-Sterne-Hotel mithalten kann. Dann erkunden wir unser Schiff, dass für die kommenden 2 Wochen unser Zuhause ist: Schöner Aussichtssalon im Vorderschiff, schick eingerichtete Lounge mit Bar im hinteren Bereich, wo sich auch das elegante Restaurant befindet und das große Sonnendeck mit Liegen, bequemen Gartenmöbeln und einem Swimming-Pool. Wir sind zufrieden. Noch während unseres Rundganges hat das Schiff abgelegt und wir kreuzen auf der Donau flussabwärts und haben schon nach wenigen Minuten die Grenze nach Österreich passiert. Der 1AVista-Reiseleiter Dieter lädt zum Informationsgespräch in die Lounge. Von ihm und dem Hoteldirektor des Schiffes erfahren wir alles Wissenswerte über unser Schiff, das Bord- und Ausflugsprogramm. Danach genießen wir vom Sonnendeck aus die Flussfahrt durch die waldreiche Gegend und die Passage der Schlögener Schlinge.

Dann bereiten wir uns in der Kabine auf den Kapitänsempfang vor und das anschließende Willkommensdinner. Der Kapitän begrüßt uns und stellt seine wichtigsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor: den 2.Kapitän, den Hoteldirektor, die Hausdame, den Chefkoch, etc., insgesamt besteht die Schiffscrew aus fast 40 Damen und Herren, die für unsere Sicheheit und unser leibliches Wohl hier ihr bestes geben wollen. Nach dem opulenten Dinner machen wir noch einen Spaziergang durch die frische Sommerluft über Deck und sind dann doch von der Anreise und den vielen Eindrücken müde und ziehen uns in unsere Kabine zurück. Die Betten sind aufgeschlagen und ein Betthupferl wünscht uns eine gute Nacht.

Durch ein leichtes Schaukeln werden wir wach. Wir durchfahren eine der zahlreichen Schleusen, die es bis Wien gibt. Die Sonne lacht, wir wollen die Flussreise durch die herrliche Landschaft der Wachau nicht versäumen und beeilen uns mit dem Frühstück, um vom Sonnendeck aus die Burgen, Klöster und Dörfer sowie das Leben am Fluss zu beobachten. Schon bald haben wir die Geschindigkeit des Schiffes angenommen und genießen die doch langsame Fahrt des Schiffes. Wir lassen die Hektik des Alltags hinter uns – unser Urlaub auf der Donau hat begonnen. Von der Schiffscrew werden wir umhegt und verwöhnt, denn ALL INCLUSIVE bedeutet neben gutem Essen, serviert ein einem festem Tischplatz, auch die Bar- und Tischgetränke sind inklusive und werden von der stets freundlichen Servicecrew serviert – auch an unseren Liegestuhl auf dem Sonnendeck. Am Nachmittag erreichen wir unsere Anlegestelle in Wien-Nußdorf, wo der Heurige am besten schmecken soll. Obwohl wir Wien schon kennen, nehmen wir an einer Stadtrundfahrt teil, auf welcher wir alle Sehenswürdigkeiten noch einmal sehen: Den Stephansdom, den Prater, die Hofburg und das Hundertwasser-Haus.

Über Nacht hat uns der Kapitän weiter stromabwärts nach Budapest gefahren. Wie in Wien gibt es auch hier viele überbleibsel aus der KuK-Monarchie: Die Cafés, das Operhaus, die Fischerbastei, das Gellertbad und zahlreiche Gebäude. Sehenswert sind beide Stadtteile Buda und Pest. Besonders schön ist die Stadt abends, wenn zahlreiche Gebäude und die Kettenbrücke angestrahlt sind – tief beeindruckend.

Am 4. Tag unserer Donau-Flussreise sind wir in der ungarischen Puszta. Wir gehen vormittags in Kalosca an Land und erleben nachmittags vom Schiff aus die unendliche Weite dieser Landschaft. Noch in der Nacht passieren wir die Grenze nach Kroatien. Allerdings ist hier die Donau für eine Weile Grenzfluss zwischen Kroatien und Serbien.

Schon am Morgen kommen wir in der serbischen Hauptstadt Belgrad an. Eine schöne Stadt, malerisch am Zusammenfluss von Donau und Save gelegen.Wir unternehmen eine Stadtrundfahrt und bummeln am Nachmittag durch die Fußgängerzone der Innenstadt mit zahlreichen gemütlichen Straßencafés.

Der 6. Tag ist ein „Flusstag“. Wir kreuzen den ganzen Tag auf der Donau stromabwärts. Wie jeden Morgen bietet die mitreisende Schiffsärztin Morgengymnastik an, heute machen wir mit. Nachdem wir mit unserem Schiff zunächst das Gebiet der Donauschwaben durchfahren haben, erwartet uns ein landschaftlicher Höhepunkt unserer Reise: Die Durchfahrt durch die Katarakestrecke der Flussenge des „Eisernen Tores“. Die Donau verengt sich, links und rechts hohe Berge, eine orthodoxe Kirche, eine römische Tafel und ein riesiges in den Felsen gehauenes Gesicht und dass die großen Schleusen mit riesigen Kraftwerken – das alles passieren wir hautnah. Unser Reiseleiter Dieter erklärt alles Sehenswertes ausführlich über Bordlautsprecher. Leider spielt heute das Wetter nicht ganz mit, der Himmel ist bewölkt und es ist kühler geworden. Morgen soll die Sonne wieder scheinen.

Am 7. Tag scheint wieder die Sonne. Naja, wenn Engel reisen ist das Wetter halt besonders schön… Wieder ist die Donau Grenzfluss, diesmal zwischen Rumänien und Bulgarien. Unser Kapitän navigiert hier besonders vorsichtig. Denn wir haben „Kleinwasser“, da bedeutet im Fluss ist der Wasserstand niedrig. Hinzu kommt, dass in diesem Bereich der Donau die Fahrrinne für die Schiffe nicht regelmäßig gesäubert und vertieft wird. Größere Fracht- und Passagierschiffe können bei diesem Wasserstand nicht weiterfahren. Unsere Kapitäne kommen aus der Ukraine und aus Bulgarien und kennen sich in diesem Flussabschnitt besonders gut aus – Glück für uns, denn bald erreichen wir die bulgarische Stadt Russe und haben somit die Untiefen der Donau problemlos passiert. Wir haben den Ausflug in die mittelalterliche Stadt Veliko Tarnovo gebucht, eine schöne Tour.

Auf der unteren Donau kreuzen wir vorbei an der Küste Moldawiens ins Donaudelta. Das riesige Mündungsgebiet der Donau teilen sich 2 Staaten: Der südliche und mittlere Teil gehört zu Rumänien, der nördliche Teil zur Ukraine. Auf unserem Schiff durchqueren wir das gesamte Delta und fahren zum Kilometer 0, wo die Donau ins Schwarze Meer mündet. Am Nachmittag machen wir in der rumänischen Deltastadt Tulcea fest. Vor hier aus beginnt unsere Tour mit einem kleinen Ausflugsboot zur Vogelbeobachtung zu einem der Deltaseen. Pelikane, Störche und Reiher können wir erkennen. Die Biotoplandschaft ist einzigartig und ist als Weltnaturerbe von der UNESCO geschützt. Die Fahrt durch das Donaudelta ist ein ganz besonderes Erlebnis.

Auf unserem Schiff kreuzen wir jetzt stromaufwärts. Heute entdecken wir auf einer Überlandtour von Fetesti nach Oltenita Rumäniens Hauptstadt Bukarest. Wir sehen das Regierungsgebäude (zweitgrößtes Gebäude der Welt) aus der Diktatur, die orthodoxe Kathedrale, den Uhrenturm und das große Freiluftmuseum. Wieder zurück fühlen wir uns schon auf unserem Schiff wie zuhause und genießen den aufmerksamen dezenten Service.

Tag 10, 11 und 12 sind Erholung pur. Auf der Bergfahrt lassen wir die vielfältigen Donaulandschaften an uns vorbeiziehen, beobachten das Leben am Fluss. Zunächst durchfahren wir die unendliche Weite der Wallachei, dann die Ausläufer der Kaparten am Eisernen Tor und die reizvolle Puszta. Unterwegs gehen wir in Novi Sad, Serbiens zweitgrößter Stadt an Land. An Bord wird Abwechslung geboten. Ein Quiz, Bingospiel, Vorträge, ein Künstlerabend und die lustige Crewshow. Besonders schön für uns ist das Faulenzen an Deck unseres schwimmenden Hotels, in der Sonne braten, ein erfrischendes Bad im Pool, Shuffleboard spielen und kühle Drinks nach Lust und Laune. Wir wussten nicht, dass eine Flussreise so schön entspannend und erholsam sein kann – einfach herrlich.

Am 13. Tag kreuzen wir zunächst in Ungarn am Donauknie und sehen vom Schiff aus den gewaltigen Kuppeldom von Esztergom. Auf dem Weg zur slowakischen Hauptstadt Bratislava durchqueren wir unberührte Donauauen in malerischer Landschaft. Im früheren Pressburg empfängt uns wieder der Charme der KuK-Monarchie. Wir bummeln durch die pittoreske Altstadt zur Burg und haben einen herrlichen Rundbick.

Zum Abschluß dieser einzigartigen Donaukreuzfahrt erwarten uns 2 Stopps in der wunderschönen Wachau: Das Barokstädtchen Dürnstein und Melk mit dem weltberühmten Klosterstift. Marillenlikör und -marmelade sind beliebte Mitbringsel aus der Wachau.

Tag 15: Passau hat uns wieder. Eine ganz besonders schöne Flussreise auf einem komfortablen Schiff mit ausgezeichnetem Service geht zu Ende. Unsere Heimreise beginnt und wir werden bis zu unserer Haustüre nach Olsberg zurück gebracht.

Wir können jedem empfehlen einmal im Leben sich eine solche Flussreise zu gönnen.

 

 

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