„Mythos Marokko“ – 2 Wochen Rundreise durch ein zauberhaftes Land

Es ist sehr lange her, dass ich in Marrakesch war. Die Stadt und die Bevölkerung hatten mich schon beim ersten Besuch fasziniert. Der Wunsch, diese Stadt noch einmal zu besuchen und mehr von Marokko zu sehen, blieb lange unerfüllt. Doch jetzt sollte es endlich glücken. Beim Stöbern im Internet fand ich die Seite von 1AVista Reisen mit zahlreichen Marokko-Angeboten. Am besten gefiel mir „Mythos Marokko“ und so wurde diese Reise gebucht. Um es vorweg zu nehmen: Ich habe es nicht bereut, Fotomotive gab es ohne Ende und Eindrücke, die unvergesslich bleiben. Ein kleines Reise-Tagebuch, das ich in mehreren Teilen zuest auf meiner facebook-Seite veröffentlicht habe, können Sie hier noch mal als Ganzes nachlesen:

Tag 1: Flug von Köln nach Agadir, Übernachtung im Hotel Oasis

Tag 2: Zur freien Verfügung. Ich schaue mir den breiten Sandstrand an (zum Baden ist es mir zu kalt) und bummele über die beiden palmengesäumten Prachtboulevards Hassan II und Mohammed V, trinke Pfefferminztee und esse Gebäckspezialitäten. Die Preise sind erstaunlich günstig. Beim abendlichen Blick von meinem Balkon erstrahlt die Stadt in buntem Lichterglanz.

Reiseroute "Mythos Marokko".
Reiseroute „Mythos Marokko“.

 

Tag 3: Agadir – Tiznit – Mirleft – Sidi Ifni

Stadtrundfahrt mit dem Besuch der Kasbah und des wahrscheinlich größten Souks Afrikas, dem Souk el Had. Am Nachmittag geht es in Richtung Süden, Tiznit, Mirleft und Übernachtung in Sidi Ifni.

Der Souk el Had, der Sonntagsmarkt, der aber außer am Montag täglich geöffnet ist, sollte auf jeden Fall besucht werden. Durch 11 Tore kann man die riesige Markthalle betreten. Sofort ist man mitten im Leben. Frauen in knöchellangen Djellabahs stehen vor den Ständen und Geschäften der mehr als 2200 Händler. Schneider, Tischler, Schuster, Fleisch-, Obst- und Fischhändler gibt es; einfach alles wird angeboten. Von der Glühbirne über T-Shirts, Taschen, Turnschuhe, Argan- und Olivenöl, Honig, Kosmetikprodukte und und und. Aber Vorsicht, viele Markenprodukte sind Fälschungen. An den Obst- und Gemüseständen wird man zum Probieren aufgefordert. Die Tajinen und die Fischgerichte sind außergewöhnlich gut. Sechs gegrillte Sardinen mit Fladenbrot werden für 1 Euro angeboten. Sehr empfehlenswert.

Gemüstehändler Im Souk el Had in Agadir.
Im Souk el Had in Agadir.

 

Die Fahrt geht nach Süden, nachknapp 100 km erreichen wir Tiznit. Auffallend ist die 1882 fertiggestellte, sechs Kilometer lange Stadtmauer mit 36 vorspringenden Türmen und acht Stadttoren. Tiznit ist das Zentrum der Gold- und Silberschmiede.

Sehr schön ist die Fahrt an der Atlantikküste entlang nach Mirleft, das direkt an der Küste liegt. Mirleft hat einen Strand, der von der englischen Zeitung Guardian als “bester Strand in Afrika” bezeichnet wurde. Gesäumt wird der helle, feinsandige Strand von roten Felsformationen. Mirleft ist auch ein Surferparadies. Noch einmal 45 km auf der Küstenstraße und wir erreichen Sidi Ifni, welches erst 1969 von den Spaniern an Marokko zurückgegeben wurde.

Strand mit roten Felsen an der Atlantikküste.
Strand mit roten Felsen an der Atlantikküste.

 

 

Tag 4: Sidi Ifni – Gulemim – Tafraoute

Guelmim liegt den westlichen Ausläufern des Anti-Atlas, sie ist als Stadt der „blauen Männer“ bekannt. Der Nomadenstamm der Reguibat wurde in der Umgebung sesshaft, diese sind traditionell in eine blaue Drâa gekleidet. Leider sind nur wenige blaue Männer auf dem Souk zu sehen. Auf der Weiterfahrt nach Tafraoute passieren wir die Oase Asrir mit wunderschönen Palmen an einem Trockenflussbett, überragt von imposanten Felsformationen. Nach der Fahrt durch Teile des imposanten Anti Atlas erreichen wir am Nachmittag das auf 1.000 m Höhe gelegene Tafraoute. Tafraoute ist das wirtschaftliche Zentrum des westlichen Antiatlas, hier leben fast ausschließlich Berber. Ein Stadtrundgang rundet den Tag ab.

Tag 5: Tafraoute – Tal der Ammeln – Oumesnat – Agard Oudad – Tafraoute

Die Umgebung von Tafraoute ist von beeindruckenden Felsformationen geprägt, Regen und Wind haben den Granit abgeschliffen. Bei Sonnenuntergang erstrahlen sie in allen erdenklichen Rottönen. Ein Besuch des malerischen Tals der Ammeln, dessen Name von dem Berberstamm stammt, der sein Zentrum in Tafraoute hat, steht heute auf dem Programm. Hier liegt das imposante Dorf Oumesnat, welches am Ende des Tals an den Hängen des Gebirges liegt. Wir besichtigen eines der alten Gebäude, „maison traditionelle“, mit interessanten Haushaltsgegenständen aus längst vergangener Zeit. Weiter geht es zum Dorf Agard-Oudad welches unterhalb der Felsformation Chapeau de Napoléon („Napoleonshut“) liegt. Am Nachmittag besuchen wir die „blauen Steine“. 1984 bemalte der belgische Künstler Jean Vérame riesige Granitblöcke mit leuchtend bunten Farben, die als Kulisse für einen Film verwendet wurden.

Tag 6: Tafraoute – Zagora

Auf dem Weg zur Stadt Zagora, die am Rande der Sahara-Wüste liegt, durchqueren wir wieder den Anti Atlas. Die Berggipfel erreichen Höhen von über 2.500 m. Thermalquellen und immer wieder auftretende Erdbeben zeigen an, dass das Gebiet der Atlasgebirge noch nicht zur Ruhe gekommen ist. In den östlichen Ausläufern des Gebirges sehen wir sehr viele Argan- und Olivenbäume. Das kalt gepresste Öl probieren wir abends im Hotel. Köstlich!

Am Abend ist Zagora erreicht, das Hotel ist, wie all seine Vorgänger, vorzüglich, weitaus besser als bei dem Reisepreis zu erwarten war.

Tag 7: Zagora – Tamegroute – Draa Oasen – Ouarzazate

Es ist immer noch stark bewölkt, gute Fotos sind nicht zu erwarten. Die Fahrt geht nach Tamegroute, wir wollen die Schule mit angegliederter Bibliothek besichtigen. Im 18. Jahrhundert war die Bibliothek von Tamegroute mit Tausenden von Handschriften eine der reichsten in Nordafrika. Heute sind noch 4.200 Manuskripte auf dem Gelände der Schule zu sehen. Unter ihnen sind ein Koran aus dem 14. Jahrhundert mit schöner Kalligraphie, eine Übersetzung des Pythagoras, Abhandlungen über Theologie, Astronomie, Geographie und Pharmakologie zu sehen. Leider war es mir nicht erlaubt Fotos in der Bibliothek zu machen.

Die Schule wurde 1869 nach einem Brand neu erbaut. Alle Gebäude sind mit Mosaiken geschmückt. Gold, Blau- und Grüntöne dominieren. Die Fliesen werden seit Jahrhunderten in der einheimischen Töpferei hergestellt.

Bunte Tür und Fassade in Tamegroute.
Bunte Tür und Fassade in Tamegroute.

Der Oued Draa entspringt im Westen des Atlasgebirges. Viele Oasen liegen am Flussbett der Draa, auch wenn dieser an vielen Stellen trocken fällt. Ein Spaziergang durch eine Oase mit Tausenden von Dattelpalmen ergibt einen interessanten Einblick in die örtliche Landwirtschaft. Am Abend werden wir in Quzarzate wieder in einem ausgezeichneten Hotel untergebracht.

Tag 8: Ouarzazate – Ait Benhaddou – Straße der Kasbahs – Todra-Schlucht

Auf dem Weg zur Kasbah Ait Ben-Haddou passieren wir die modernen Filmstudios. In Ait Ben-Haddou und Umgebung wurden Filme und Serien wie „Die Bibel“, „Gladiator“, „Die Mumie“ oder „Game of Thrones“ gedreht. Für den Film „Jesus von Nazareth“ wurden viele Teile von Ait Ben-Haddou in den 1970-er Jahren restauriert. Der komplette alte Ortskern ist seit dem Jahr 1987 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Ait Ben-Haddou war Hauptort der Sippe der Ben Haddou. Diese Berber kontrollierten zur Zeit der Almoraviden vom 11. Jahrhundert an den Handel auf der alten Karawanenstraße zwischen Timbuktu und Marrakesch. Am Parkplatz begrüßt uns ein Storchenpärchen mit Geklapper aus seinem Nest.

 

Kasbah Ait Ben-Haddou.
Kasbah Ait Ben-Haddou.

Ein Höhepunkt ist die Besichtigung der Oasengärten. Die schneebedeckten Gipfel des Atlasgebirges leuchten über den grünen Palmen. Gemüsefelder und Obstbäume unter Tausenden von Dattelpalmen. Ausgeklügelte Bewässerungssysteme sorgen für bis zu fünf Ernten im Jahr. Auf der gegenliegenden Flussseite sehen wir eine riesige Kasbah. Wie aus dem Nichts taucht ein Berber mit zwei weißen Dromedaren auf und fragt, ob wir Lust auf einen Ausritt hätten. Bei jetzt schönem Wetter wird Foto auf Foto geschossen. Wir folgen dem Flusstal des Dades und der „Straße der 1.000 Kasbahs“. Die Jahrhunderte alten Lehmburgen, teilweise stark von Wind und Wetter erodiert, die in allen Grüntönen leuchtenden Oasengärten und die schneebedeckten Berge im Hintergrund zeigen uns, dass dies wirklich eine der schönsten Panoramarouten Afrikas ist. Im Frühjahr lohnt auch ein Besuch des „Tals der Rosen“.

Am Spätnachmittag wandern wir durch die Todra-Schlucht. Die Sonne ist hier schon hinter den Bergen verschwunden.

Tag 9: Tinerhir – Rissani – Erfoud – (Sanddünen Erg Chebbi)

Auf dem Weg nach Erfoud halten wir in der Karawanenstadt Rissani, die eng verbunden mit der Dynastie der Alawiden ist, die seit dem 17. Jahrhundert in Marokko regiert. Wir besuchen das Mausoleum für Moulay Ali Cherif. Er begründete im Jahr 1659 die Alawiden-Dynastie. Viele Teile der Anlage wurden erst in den 1960-er Jahren erbaut. Leider kann nur die gepflegte Gartenanlage des Mausoleums besichtigt werden, der eigentliche Grabbau ist nur für Muslime zugänglich.

Ein folgt ein Halt in einer Fossilien verarbeitenden Fabrik. Viel zu kurz für mich, ich hätte hier Tage verbringen können. Eine riesige Auswahl an Platten aus schwarzem Marmor mit Ammoniten und Belemniten aber auch Felsstücke mit herauspräparierten Seelilien oder Trilobiten laden zum Kaufen ein. In der Umgebung von Erfoud gibt es mehrere Steinbrüche, in denen fossilienhaltiger schwarzer Marmor abgebaut wird. 9 km östlich von Erfoud gibt es ein versteinertes 350 Millionen Jahre altes Korallenriff. Die bizarr geformten Felsen bergen unendliche Mengen schöner Versteinerungen.

Am Nachmittag fahren wir mit einem modernen Jeep zu den Dünen von Merzouga. Hier, im äußersten Südosten, liegt Marokkos größter Dünenberg, der 80 km lange Erg Chebbi: Sanddünen bis zum Horizont. „Laurence von Arabien“ wurde hier gedreht. In der beeindruckenden Landschaft wurden auch Szenen der Filme „Marschier oder stirb“, „Die Mumie“, „Prince of Persia: Der Sand der Zeit“ oder „James Bond 007: Spectre“ gedreht. Der Sonnenuntergang in der Sahara war für mich der Höhepunkt der Marokkoreise. Gerne würde ich hier einmal mehrere Tage verbringen.

Sonnenuntergang in der Wüste.
Sonnenuntergang in der Wüste.

 

Tag 10: Erfoud – Ziz Schlucht – Hoher Atlas – Midelt – Beni Mellal

Am Morgen verlassen wir Erfoud. Die Tahrt geht nach Norden. Die Straße führt am Fluss Ziz entlang. Der 282 km lange Oued Ziz entspringt im hohen Atlas und versickert in der Sahara. Am Flussbett liegen die Oasen des Tafilalet. Grün schimmern Tausende von Dattelpalmen in dem Rot der Felsenlandschaft. Ziegen weiden das wenige Gras der Geröllwüste ab. Unser Reiseleiter Mohammed hat auf jede Frage eine Antwort, Geschichte, Politik, Geologie, Naturkunde, nichts ist ihm fremd. Das Wetter wird immer schlechter, je höher wir kommen. Wir durchqueren die beeindruckende Ziz-Schlucht und erreichen die Passhöhe unterhalb des schneebedeckten Berges H Ayachi, der 3.737 m hoch ist. Die Atlaszedern und der Boden sind schneebedeckt. Was für ein Unterschied zum gestrigen Sonnenuntergang in der Sahara! Am Nachmittag ist Midelt erreicht. Hier leben fast ausschließlich Berber. Midelt ist das Handels- und Wirtschaftszentrum der Region. In der Umgebung finden sich große Obstbaum-plantagen. In einiger Entfernung gibt es zwei Bleibergwerke.

Tag 11: Afourer – Wasserfälle Ouzoud – Demnate – Marrakesch

Kurz vor Mittag erreichen wir die Wasserfälle d’Ouzoud, die höchsten in Marokko. Es ist ein sehr vom Tourismus geprägter Ort, aber dennoch sehenswert. Diverse Restaurants, Geschäfte und Souvenirshops sind um den großen Parkplatz gruppiert. Einige hundert Meter weiter sind rechts und links des Weges Berberaffen zu sehen, die anscheinend von den Touristen mit Erdnüssen gefüttert werden. Einige sind sehr aufdringlich. Dreimal sprangen sie mir auf die Schulter, ich empfand es trotzdem als lustig. Da Mittagszeit ist, kehren wir in eins der Restaurants ein. Hähnchen, Gemüse, Kartoffeln aus der Tajine mit Fladenbrot, Salat, dazu marokkanischer Tee und Mineralwasser oder ein Softdrink. Zum Abschluss frisches Obst. Selten habe ich so gut gegessen und das für einen Gesamtpreis von 8 Euro.

 

Berberaffe vor den Wasserfällen von Ouzoud.
Berberaffe vor den Wasserfällen von Ouzoud.

Anschließend fahren wir durch die schöne Gebirgslandschaft des Hohen Atlas zum Berberstädtchen Demnate. Beeindruckend ist die Kasbah, die um den alten Ortskern herum angelegt wurde. Es ist stark bewölkt, richtig gute Fotos sind nahezu unmöglich.

Bevor es nach Marrakesch geht, sehen wir uns noch den Felsbogen Imi-n-lfri an. Bei Sonnenuntergang erreichen wir Marakesch.

Tag 12–13: Marrakesch

Marrakesch hat viele Beinamen. In der Sprache der Berber soll es „Das Land Gottes“ heißen, es ist aber auch bekannt als die „Rote Stadt“ oder „Perle des Südens“. Eine faszinierende Stadt, die auch einen längeren Besuch wert ist. Die Altstadt wurde 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Heute steht eine große Stadtrundfahrt auf dem Programm. Zuerst besuchen wir die Koutoubia-Moschee, von Palmengärten, Olivenhainen und Freiflächen umgeben, abseits der Medina von Marrakesch. Das Minarett der Koutoubia-Moschee ist das Wahrzeichen der Stadt. Weiter geht es zu den Saadier-Gräbern. Ein Rundgang durch den Menara-Garten schließt sich an. Der Garten wurde 1156 bis 1157 unter dem Almohaden-Herrscher Abd al-Mu’min angelegt und zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Wasserverkäufer in Marrakesch.
Wasserverkäufer in Marrakesch.

 

Kurz vor Mittag erreichen wir den Bahia-Palast. „Bahia“ bedeutet im Arabischen „die Leuchtende“ oder „die Glanzvolle“. Ich komme mir vor wie in einem Ameisenhaufen, Hunderte von Touristen aus aller Herren Länder durchstreifen die zugänglichen der 160 Räume. Herrliche Tore, Fenster, Mosaiken und Schnitzereien können wir sehen. Mittagessen gibt es am Platz der Gaukler, der eigentlich Djemaa el Fna heißt. Im Mittelalter war es ein Markt- und Henkersplatz. Von unserem Platz auf der Terrasse des Restaurants haben wir einen schönen Blick auf die Marktstände, Schlangenbeschwörer, Wahrsagerinnen, orientalische Geschichtenerzähler, Künstler, Musikanten, Artisten mit ihren Affen und Gaukler aller Art sieht man hier. Die orientalische Atmosphäre beeindruckt wohl jeden Touristen. Am Abend gesellen sich auch viele Einheimische dazu. Die Verkaufsstände, an denen kulinarische Spezialitäten der Region gereicht werden, sind umlagert, exotische und aufregende Gerüchen der Speisen und Gewürze steigen mir in die Nase. Den Nachmittag und frühen Abend verbringen wir in den angrenzenden Souks. Die Bazare sind von oben bis unten voll mit unterschiedlichsten Waren. Alles was man mit dem Orient in Verbindung bringt, ist hier zu finden. Kunsthandwerker fertigen aus unterschiedlichsten Materialien Kessel, Kerzenständer, Laternen, Tabletts, Teekannen, Vasen und vieles mehr an. Vor Bäckern und Zuckerbäckern türmen sich Brandteiggebäck, gefüllte Hörnchen, türkischer Honig, Pralinen, Datteltörtchen und und und. Im nächsten Gang des Bazars sitzen Menschen in Djellabahs an mechanischen Nähmaschinen. Daneben stapelt sich Wolle, in allen Farben, gefärbt mit Naturprodukten.

Ein besonderer Dank gilt unserem Reiseführer Mohammed, der diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis machte.

Tag 14: Marrakesch – Ourikatal – Paradis du Safran

Die letzten beiden Tage sind angebrochen, eigentlich ist heute der letzte Urlaubstag, da morgen nur die Fahrt nach Agadir und der Rückflug anstehen. Nach langer Überlegung entscheide ich mich nicht ins Künstlerdorf Essaouira mitzufahren. Gern hätte ich die Künstler-Werkstätten, die alte Befestigungsanlage und die malerische Altstadt gesehen. Auch die Besuche der weiteren Sehenswürdigkeiten Marrakeschs müssen bis zum nächsten Jahr warten. Aber ich möchte heute noch einmal zu den schneebedeckten Gipfeln des Hohen Atlas. Schon im Ourikatal gibt es unendlich viele Fotomotive. Dromedare und Palmen mit dem Hintergrund der Schneeberge, Töpfereien, Teppichhändler, Souvenirgeschäfte, Kasbahs und vieles mehr. Auf halber Passhöhe beginnt ein langer Stau, entgegenkommende Autofahrer teilen uns mit, dass der Pass nach einem Verkehrsunfall gesperrt sei. Eigentlich wollten wir erst am Nachmittag das „Paradis du Safran“ besuchen, aber so entscheiden wir uns, es gleich zu tun. Wir haben es nicht bereut. Christine Ferrari hat sich wirklich ein Paradies erschaffen. Im Eintrittspreis von 10 Euro pro Person sind der Gartenrundgang, die Benutzung des Barfußwegs und Kneippmöglichkeit mit unterschiedlichsten Kräuterwässern, zur Erfrischung Blütenmineralwasser und Kräutertee mit Safran eingeschlossen. Ein preiswertes Vergnügen. Die Gartenanlage (alles wird biologisch angebaut) ist beeindruckend. Auf 2,5 ha kann man fast 100 verschiedene Pflanzenarten sehen. Kräuter wechseln sich mit Heilpflanzen, Gemüse sowie Obstbäumen ab. Ein überdachter Pavillon lädt zum Rasten ein. Die biologische Safran-Plantage liegt gleich neben der Gartenanlage. Der Safran ist von allerbester Qualität, viele Auszeichnungen belegen dies.

Mein persönliches Fazit der Marokkoreise „Mythos Marokko“: Die bei 1AVista gebuchte Reise hat alle meine Erwartungen übertroffen. Der Reiseleiter war außergewöhnlich gut, alle Hotels hatten die 4 Sterne verdient. Unser Fahrzeug war ein fast neuer Mercedes-Bus. Vielen Dank an 1AVista für die Fotomotive und Eindrücke, die unvergesslich bleiben. Ich habe mir schon die nächste Reise ausgesucht.

Reinhard Büssing

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